Online-Petition an Koch übergeben

07.07.2020

"Respektiere jeden, der unterschrieben hat!"
Im Rahmen einer TV-Aufzeichnung eines Talks zur Saisonfortsetzung im Amateurfußball im Franken Fernsehen übergab Dirk Schaefer, Abteilungsleiter des FC Stein und Initiator der Online-Petition für einen Saison-Abbruch im Bayerischen Amateurfußball, die knapp 9.000 Unterschriften an BFV-Präsident Rainer Koch.

Das Franken Fernsehen hatte Dirk Schaefer und Rainer Koch zu einem "Sport Talk Spezial" nach Nürnberg geladen, um über die kontrovers diskutierte Fortsetzung der Saison 2019/20 zu sprechen. Bayern und Thüringen kristallisierten sich als die beiden Fußball-Landesverbände in Deutschland heraus, die sich für eine Saisonfortsetzung entschieden haben, während die 19 anderen Landesverbände einen Abbruch befürworteten, um nach der Corona-Pause dann mit einem neuen Spieljahr zu beginnen.

Schaefer hatte vor einem Monat eine Online-Petition gestartet und darin ebenfalls einen Abbruch der Saison gefordert. Knapp 9.000 Unterschriften konnte der Steiner Funktionär sammeln, das Echo im Freistaat war nicht zu überhören, so dass BFV-Präsident Koch den Kontakt suchte und schließlich über die Situation in einem vom Franken Fernsehen organisierten Talk mit Schaefer in den Dialog trat.

Zum Abschluss des knapp 45-minütigen Gesprächs überreichte Schaefer den Ordner mit den gesammelten Online-Unterschriften an Koch, der die sachliche Diskussion und den Meinungsaustausch ausdrücklich begrüßte. "Ich bin dankbar um die Petition, weil wir dadurch gemerkt haben, dass wir noch breiter informieren müssen. Das haben wir am Anfang unterschätzt, das gebe ich offen zu!"

Schaefer sieht wiederum den Zweck der Petition insofern erfüllt, dass die Stimmen der Kritiker zum Beschluss des BFV-Präsidiums gehört wurden. Und auch wenn dem Steiner Funktionär und seinen zahlreichen Unterstützern die Saisonfortsetzung weiterhin nicht sonderlich schmecken wird, betonte Schaefer: "Wir wollten einen Austausch haben, wir werden jetzt Dinge nicht boykottieren, sondern auch akzeptieren, auch wenn wir weiterhin eine andere Meinung haben! Wir wünschen uns aber, dass der Austausch in Zukunft eher stattfindet."

Der BFV-Präsident betonte zugleich, dass er jeden einzelnen, der sich der Petition angeschlossen hat, nicht nur akzeptiere, sondern auch respektiert. "Wir haben das sehr ernsthaft angeschaut, jeden Eintrag auch genau analysiert. Der Vorstand des BFV versucht im Sinne aller zu handeln. Bei dieser Fragestellung ist es leider nicht möglich gewesen, alle Interessen gleichermaßen zu berücksichtigen. Wir müssen uns aber bemühen, nun auch alle wieder ins Boot zu holen, alle wieder zusammenzubringen. Und dafür zu werben, auch gemeinsam in Zukunft wieder die bestmöglichen Lösungen zu finden." Abschließend rief Koch auf, die neue Situation auch als Chance zu begreifen, um Dinge gemeinsam neu zu gestalten. "Es muss noch viel mehr Kommunikation miteinander stattfinden, das ist eine ganz große Herausforderung."

Das gesamte Gespräch wird am heutigen Samstagabend (4. Juli) um 20 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen gesendet, findet sich aber auch in der Mediathek zum Abruf!

Quelle: Anpfiff

Tagung in Hollfeld: Arbeitsgruppe setzt auf drei Säulen

07.07.2020


Der Zeitplan ist klar, die Ausgestaltung offen. Wenn ab September die Saison nach Coronapause fortgesetzt wird, sind mehrere Modelle denkbar. Dabei schwebte Corona wie ein Damoklesschwert über der Sitzung. Nach intensiven Diskussionen in unterschiedliche Richtungen einigten sich die Teilnehmer auf ein Grundgerüst.

Ein Thema bleibt an diesem Abend außen vor - was durchaus von mehreren anpfiff-Lesern kritisiert wird. Denn die Frage, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen werden soll, steht nicht mehr zur Debatte. Trotz recht erfolgreicher Online-Petition und obwohl sich viele Vereine durch die frühe Abstimmung ohne Hintergrundinformationen etwas überfahren fühlen und heute wohl anders votieren würden. Doch in Hollfeld gilt es, eine pragmatische Lösung zu erarbeiten. Dazu hat Manfred Neumeister jeweils einen der Vereine pro Liga geladen, die bei der Fairnesswertung vorne liegen. Man darf gespannt sein, wie der Lösungsvorschlag der Teilnehmer lauten wird, der anschließend noch an höherer Stelle geprüft und genehmigt werden muss.

Kreisspielleiter Manfred Neumeister ringt mit den Teilnehmern um Lösungen für die Saisonfortsetzung.


+++Der Fahrplan+++
Ab Anfang September gibt es zunächst die Qualifikation im Pokal. Es wird in Vierergruppen gespielt, so dass jede Mannschaft jeweils am Wochenende ein Spiel hat. Die Gruppen werden nach den Ligen zusammengestellt, also sind die Kreisligisten unter sich usw. Anschließend gehen die beiden Gruppenersten in den Ligapokal, die beiden Letzten in den Totopokal. Bevor es hier weitergeht, werden aber erst noch fünf Punktspielrunden absolviert. Danach zwei Spiele pro Team im Liga- bzw Totopokal bis zur Winterpause.

Auch das neue Jahr startet mit dem Toto- und Liga-Pokal und drei Partien. Es folgen die restlichen fünf restlichen fünf Ligaspieltage - danach kommen die Entscheidungen im Pokal und anschließend die Relegation.

+++ Fazit +++
Es geht ab September los und es werden die drei Wettbewerbe (Punktspiele, Toto- und Ligapokal) gespielt. "Wir bieten die Chance, dass die Vereine einen geregelten Spielplan bekommen", meint Manfred Neumeister mit dem Blick auf die Freiwilligkeit im Pokal. Es werden noch fünf Punktspiele im alten Jahr absolviert. Die Bezirksligisten steigen dann im Viertelfinale beim Totopokal ein. Diese konzeptionellen Vorstellungen werden jetzt an den Bezirk abgegeben. Danach könnte es Sitzungen für die einzelnen Ligen geben.

+++ Halle +++
Der Kreisspielleiter räumt ein, dass es hier sehr ungünstig aussieht. Problem ist, dass die Hallenzeiten von Sportarten geblockt werden, die hier ständig präsent sind. Möglicherweise wird aber ein oder zwei Turniere gespielt, um einen Sieger für den Bezirk zu ermitteln.

+++ Wichtiger Hinweis +++
Thomas Unger betont noch einmal, dass Geisterspiele von der A-Klasse bis zur Regionalliga abgelehnt wurden.

+++ Prinzip Hoffnung +++
Es herrscht Konsens, dass die aktuellen Hygieneregelungen schwer in den unteren Ligen umsetzbar sind. Doch es gibt die Hoffnung, dass mit dem Wegfall der Kontaktbeschränkungen auch hier eine Lockerung kommen könnte. Wenig Probleme dürfte der Mindestabstand darstellen. Manfred Neumeister meinte, in Hollfeld könnten 400 Zuschauer kommen, wenn diese Regel beachtet wird.

+++ Sorgen und Nöte+++
Ein Problem ist, dass derzeit nur das Einzelduschen möglich ist - oder Trennwände dazwischen sind. Das macht einen normalen Trainingsbetrieb schwer. Auch die Dokumentationspflicht bei Zuschauern ist ein großes Hindernis für einen normalen Spielbetrieb.

+++Erster Konsens +++
Es sieht danach aus, dass es die drei Wettbewerbe geben wird. Ein gut befundener Vorschlag war, den Ligapokal nach der Serie zu starten. Allerdings würde sich dieser sportlich interessanter Vorschlag mit den Tototerminen beißen. Trotzdem soll der Gedanke weiterverfolgt werden. Thomas Unger bringt noch in Spiel, eventuell dem Verlierer des Finales Ligapokal eine Relegationschance zu geben.

+++ Unsicherheit betont +++
Es kommt zur Abfrage, ob Toto- und Ligapokal überhaupt gespielt werden soll. Es zeichnet sich - auch mangels Alternativen - eine Zustimmung ab. Jetzt kommt der Vorschlag, Ligapokal vor Toto zu starten.

+++ Reduziertes Programm +++
Manfred Neumeister betont, dass es trotz Ligapokal weniger Spiele als im "Normalfall" bis Juni 2021 werden. Es kommt die Frage auf, warum man nicht gleich mit der Saison startet und Pokal eventuell hinten anstellt. Da würden dann im Oktober/November aber wirklich keine Zuschauer kommen, meint der Kreisspielleiter.

+++ Terminliste wird bereinigt +++
Die ausgeteilten Zeitpläne müssen überarbeitet werden und werden noch rausgeschickt. Fest steht, dass es am 4./5. September mit der Pokalqualifikation losgehen soll. Erste kritische Stimmen zum Ligapokal kommen. "Stichwort: drei Hochzeiten"

+++Wertigkeit festgelegt +++
Von der Priorität sind Punktspiele ganz vorne, dann Ligapokal und dann Toto. Der Kreisspielleiter betont, dass nach dem vorgestellten Konzept jeder Verein mindestens zehn Spiele hat.

+++Kein Zwang +++
Thomas Unger betonte, dass es keinen Zwang gibt, beim Ligapokal mitzuspielen. Neumeister ergänzt: "Dann hat man eben keine Spiele".

+++ Vorschlag präzisiert +++
Manfred Neumeister fasst noch einmal zusammen. Es beginnt mit dem Pokal als Einstieg für alle an drei Wochenenden. Ab 27. September soll der Punktspielbetrieb fortgesetzt werden. Das Frage-Antwortspiel ist in vollen Gang.

+++Sperren fraglich +++
Wenn ein Spieler für Partien gesperrt ist, kann er bei den nächsten Punktspielen nicht mitwirken. Trotz langer Inaktivität. Beim Ligapokal ist eine Regelung noch offen. Ausnahme sind Zeitsperren - da geht generell nichts.

+++Überhang in den Ligen +++
Thomas Unger vom Bezirk betont, dass es in den oberen Ligen Überhang geben wird,
nachdem es durch Ligapokal zusätzliche Aufsteiger gibt.

+++Kommt Ligapokal?+++
Das erste heiße Thema ist der Ligapokal. Der soll bei allen Ebenen, also Kreisliga, Kreisklasse und A-Klassen ausgespielt werden. Der Sieger des Wettbewerbes steigt auf. Sollte es ein Direktabsteiger schaffen, ganz vorne zu landen, bleibt er drinnen.

Quelle: Anpiff

Im Kreis: Jeder spielt in der Liga, in der er will

07.07.2020

Für die Saison 2020/21 wird es in Bayern im Juniorenbereich ein neues Modell auf Kreisebene geben. Dieses nennt sich "Meldeliga". Verbandsjugendleiter Florian Weißmann stellt dieses auf der Homepage des BFV vor.

Zusammengefasst geht es darum, dass die Vereine in Bayern vor der Saison die Qualität ihrer Jugendmannschaften selbst einschätzen müssen und ihre Teams von der A- bis zur D-Jugend entsprechend in der Kreisliga, Kreisklasse oder Gruppe melden. Der jeweilige Kreisspielleiter übernimmt im Anschluss die Einteilung der Ligen nach geografischen Gesichtspunkten und soll dabei maximal zehn Teams in eine Spielgruppe setzen.

Bis zur Winterpause wird dann eine einfache Runde gespielt, in der jedes Team nur jeweils einmal gegen jeden Gegner antritt. Zur Winterpause erfolgt dann erstmals ein Auf- und Abstieg zwischen den Ligen. "Solltet ihr euch knapp verschätzt haben, kann eine Mannschaft in der Halbzeit in die nächsthöhere Spielklasse bis zur Kreisliga aufsteigen, oder sie hat nur ganz wenige Punkte errungen und kann in eine Klasse darunter absteigen", erklärt Verbandsjugendleiter Florian Weißmann. "Spätestens in der Rückrunde sollten die Ligen sehr ausgeglichen sein."

Von der Kreisliga in die Bezirksoberliga soll es nur im Sommer einen Aufsteiger geben. Eine Ausnahme bildet die Saison 2020/21, in der einmalig bereits in der Winterpause ein Aufsteiger pro Kreis in die Bezirksoberliga ausgespielt wird.

Vereine sollen richtig entscheiden

Der Verband ist der Meinung, dass die Vereine die Leistungsstärke ihrer Mannschaften selbst am besten kennen und die Meldeliga deswegen Sinn macht. Zudem kann der Leistungsstand der nachrückenden Jahrgänge, sollte ein extrem starker oder extrem schwacher Jahrgang folgen, durch die optimale Ligen-Eingruppierung kompensiert werden. Darüber hinaus gibt es variable Gruppenstärken, ein variabler Modus ist möglich und Anträge auf Höhergruppierung entfallen.

Die Orientierung anhand der Vorjahrestabellen entfällt. Das bedeutet, dass das sportlich erreichte Ziel der vergangenen Saison hinfällig ist, da man einen sportlichen Abstieg einfach durch die Meldung in die Wunschliga umgehen kann. Genauso sieht es bei einem verpassten Aufstieg aus, denn man kann sich in der neuen Saison einfach in die höhere Liga eingruppieren lassen.

Zudem wird die Einteilung für die Kreisjugendleiter knifflig, wenn sich von Beispielsweise 50 A-Jugend-Mannschaften im Kreis 40 Stück in die Kreisliga einteilen lassen wollen. In diesem Punkt verlässt sich der Verband auf die Sinnhaftigkeit der Eingruppierungswünsche der Vereine - und die Kreativität der Kreisjugendleiter bei der Erstellung eines passenden Spielmodus.

Die Spielgegner werden Jahr für Jahr eine Überraschung sein, was nichts Schlechtes sein muss. Die Einteilung der Spielgruppen durch den Spielleiter kann erst nach Meldeschluss erfolgen.

Ein Aufsteiger in die BOL

Nach der Gruppeneinteilung wird der Auf- und Abstiegsmodus zwischen den Ligen entschieden. Aus der Kreisliga kann nur eine Mannschaft in die Bezirksoberliga aufsteigen. Grundsätzlich ist dies nur immer am Saisonende möglich, im Spieljahr 2020/2021 besteht einmalig zur Winterpause die Möglichkeit des Auf-und Abstiegs zur Bezirksoberliga.

Für den Auf- und Abstieg zwischen den Ligen auf Kreisebene gibt es variable Möglichkeiten. Zum Beispiel sei auch ein Abstieg im Winter direkt von der Kreisliga in die Gruppe möglich. Spätestens im Frühjahr soll die Kreisliga idealerweise eingleisig sein, maximal jedoch zweigleisig.

Am Ende des Spieljahres hat jeder Kreis einen Aufsteiger in die Bezirksoberliga. Die restliche Klassenzuordnung wird wieder aufgehoben und die Vereine melden ihre Mannschaft für die kommende Spielzeit wieder neu in die Spielklassen.

Fortsetzung geplant

Das Projekt Meldeliga wird in der Saison 2020/21 auf jeden Fall kommen. Im Frühjahr 2021 soll über eine Fortsetzung in den Bezirken/ Kreisen abgestimmt werden und bis Juni 2021 soll die Meldeliga in der Jugendordnung verankert werden.

Quelle: Anpfiff

Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs

26.06.2020

Sportvorstand Michi Dörr hat den Kabinen- und Sanitärbereich entsprechend den neuesten Entwicklungen und Lockerungen „Corona-Sicher“ gemacht.
Es wurden alle notwendigen Auflagen erfüllt (Hygienekonzept ausgehängt, Desinfektionsmittel in den WC`s bereitgestellt, Flächendesinfektionsmittel in den Kabinen bereitgestellt, 1,50 m Sicherheitsabstand in den Kabinen markiert, die mittlere Dusche mit Klebeband abgesperrt und die entsprechenden Wege eingezeichnet usw.).
Somit kann ab sofort das Training der einzelnen Mannschaften aufgenommen werden. Zu beachten ist noch, dass alle Trainer und Spieler die beim Training mitmachen in einer Liste eingetragen werden. Diese sind Michael Dörr zu übergeben.
Wir bitten alle Trainer und Verantwortlichen, sich an den vorgegebenen Richtlinien zu halten. Unser Hygienebeauftragter ist Michael Dörr.

11.06.2020

11.06.2020

Mitmachen beim Trikot-Tag!

06.06.2020

Der Trikot-Tag der Sportvereine geht in seine vierte Saison!

Der Trikot-Tag ist eine gemeinsame Aktion des BLSV und seiner Sportfachverbände. Auch in diesem Jahr gibt es wieder tolle Preise zu gewinnen! Animiert die Kinder und Jugendlichen eures Sportvereins, am Mittwoch, den 22. Juli 2020 das Trikot ihres Sportvereins zu tragen und demonstriert damit die große Kraft des Vereinssports in der Gesellschaft. Alle, die beim Trikot-Tag mitmachen und ein Foto einreichen (durch die Eltern/Erziehungsberechtigten, über den Verein oder über die Schulklasse/Schule), nehmen für ihren Verein oder ihre Schulklasse an einem Gewinnspiel des BLSV teil.

Erfreulich ist, dass die Nachwuchskampagne trotz der Corona-Pandemie stattfinden kann – wenn auch unter anderen Voraussetzungen. Insofern sich die Gesundheitslage bis zum Trikot-Tag noch nicht verändert haben sollte, bittet der BLSV darum, aufgrund der Abstandsregelungen auf Gruppenfotos (z.B. Mannschafts- oder Klassenfotos) zu verzichten und stattdessen Einzel- oder Familienfotos einzureichen.

Weitere Informationen unter: https://trikot-tag.de/

Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs - Gemeinde Strullendorf

04.06.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie vermutlich mitbekommen haben, darf ab dem 08.06.2020 der Fußballtrainingsbetrieb wieder aufgenommen werden.

Wir als Gemeinde Strullendorf haben uns dazu entschieden, dass dies auch für alle Fußballvereine der Gemeinde gilt.

Vor, während und nach den Trainingseinheiten sind alle Hygiene- sowie Verhaltensregeln stets einzuhalten.

Ich bitte Sie, die Vorgaben der Trainingseinheiten sowie die Hygienemaßnahmen gut lesbar für alle auf dem Vereinsgelände auszuhängen.

Informationen zum DFB-Bundestag

26.05.2020

Liebe Freundinnen und Freunde in den Vereinen des BFV,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigen euch in den Vorstandschaften der Vereine und uns als FunktionsträgerInnen aller Ebenen des BFV von den Kreisen bis zum Präsidium seit Wochen rund um die Uhr.

Auch beim heutigen DFB-Bundestag wird diese Thematik eine wichtige Rolle spielen. Für alle, die Interesse haben den Bundestag live zu verfolgen und diese Nachricht noch früh genug lesen; hier der Link zum Live-Stream des DFB-Bundestages: https://tv.dfb.de/livestream/ausserordentlicher-dfbbundestag- mit-abschliessender-pressekonferenz/27680/ Dort wird auch der viel diskutierte Abbruch der 3. Liga eine wichtige Rolle spielen. Die wichtigsten Fragen findet ihr hier: https://www.dfb.de/news/detail/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zurfortsetzung- der-saison-in-der-3-liga-215753/

Ich bin sehr dankbar für das große Engagement überall an der bayerischen Vereinsbasis. Zwischenzeitlich sind an vielen Orten in Bayern die ersten Trainingseinheiten absolviert worden. Manchen Vereinen sind die aktuellen Hygienevorschriften oder die Beschränkungen für den Trainingsbetrieb noch zu beschwerlich und unvorteilhaft, andere haben sich mit Freude bereits wieder
an Sportangebote für ihre Mitglieder herangewagt. Der BFV hat einen ausführlichen Leitfaden zu eurer Beratung und Unterstützung entwickelt, er findet sich im Internet als pdf unter: https://www.bfv.de/binaries/content/assets/inhalt/der-bfv/coronapandemie/ bfv_hinweise_training_v17.pdf

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass die Erlaubnis zur Durchführung von Trainingseinheiten - in welcher Art auch immer - nur von den staatlichen und kommunalen Behörden erteilt werden kann. Der BFV hat diesbezüglich keinerlei Mitspracherecht. Er kann und will nur beraten und informieren. Die Entscheidung, ob von den staatlich und kommunal erlaubten Sportmöglichkeiten Gebrauch gemacht wird, trefft alleine ihr!

Seit zwei Wochen sind mehrere vom BFV-Vorstand eingesetzte „Lösungs-Arbeitsgruppen“ damit befasst, Vorschläge zu den noch offenen großen Fragen zu entwickeln, nachdem die zentrale
Basisfrage vom BFV-Vorstand bereits vor mehreren Wochen grundsätzlich und final entschieden worden ist. Die Saison 2019/20 wird im Erwachsenenbereich nicht abgebrochen, sondern fortgesetzt und zum sportlichen Abschluss gebracht.

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die meisten anderen Landesverbände im DFB sich für den Abbruch der Saison entschieden haben. Unsere Hauptargumente für eine Fortsetzung der Saison, der eine 2/3-Mehrheit der bayerischen Vereine zugestimmt hat, gelten unverändert fort:

-wir wollen eine sportliche Entscheidung auf dem grünen Rasen und nicht im Streit mit den Vereinen über Auf- und Abstieg am grünen Tisch

-wir wollen die in vielen Regionen entstandenen Streitigkeiten, die häufig nur so gelöst werden, dass man viele aufsteigen und niemand absteigen lässt, vermeiden. Dies würde auch zu überfüllten Ligen führen, die mehr Zeit benötigen, die man höchstwahrscheinlich nicht zur Verfügung hat.

- nach aktueller Einschätzung kann es allerfrühestens erst im September mit „normalem“ Spielbetrieb mit Zuschauern weitergehen; aber wir müssen flexibel bleiben, falls es doch später losgehen muss oder eine zweite Viruswelle zurückkommt oder es von den Behörden (auch regionale) Spielverbote gibt

- wenn wir jetzt abbrechen, laufen wir Gefahr auch die nächste Saison abbrechen zu müssen, da wir u.U. zu wenig Zeit hierfür haben. Lieber eine Saison zu Ende gespielt als zwei hintereinander abgebrochen

Die fünf vom Vorstand eingesetzten „Lösungs-Arbeitsgruppen“ (LAGs) kümmern sich um die Themenfelder „Vereinswechsel“, „Spielbetrieb Erwachsene“, „Spielbetrieb Juniorinnen und Junioren“, „Meldungen und Fristen“ sowie „Einbettung in Regularien“. Dabei wurden die Arbeitsgruppen personell mit ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern besetzt, hinzu kommen Funktionsträger mit Spielbetriebs- Erfahrung aus den Bezirken und Kreisen sowie hauptamtliches Personal aus den zuständigen Fachabteilungen der BFV-Zentrale in München. Auch Vereinsvertreter, die möglichst den Querschnitt der Mitgliedsvereine unter dem Verbandsdach abbilden, wurden gemäß dem Vorstandsbeschluss in zum Teil regionalen Foren zu den unterschiedlichen Themen in die Arbeit dieser LAGs miteinbezogen. Nach Bekanntwerden der weiteren Vorgehensweise hatten sich zahlreiche Vereinsvertreter gemeldet
und ihre Mitarbeit angeboten. Dieses Angebot haben wir gerne angenommen.

Der BFV-Vorstand hat vor einigen Tagen vorübergehend alle Wechselrechtsbestimmungen für die bevorstehende Wechselperiode außer Kraft gesetzt. Die Arbeiten für eine Neuregelung sind in der Arbeitsgruppe weit fortgeschritten. Wenn der außerordentliche Bundestag des DFB am heutigen 25.05.2020 keine überraschenden Beschlüsse fasst, werden wir euch sehr zeitnah die Planungen des BFV-Vorstands zum Wechselrecht vorstellen können.

Wir haben vor, euch hierzu am 2. Juni in Webinaren zu den aktuellen Plänen des BFV-Vorstands auf
den aktuellen Stand zu bringen. Hierfür folgen noch gesonderte Einladungen.

Bis dahin alles Gute und beste Grüße
Euer Rainer Koch

Der Bayerische Landessportverband informiert:

10.05.2020

BLSV-Update zur Corona-Pandemie - Wiederaufnahme des Sportbetriebs

das Warten hat ein Ende. Ab Montag können Sportvereine wieder unter Auflagen Sport anbieten. Im Rahmen einer Pressekonferenz der Bayerischen Staatsregierung am Dienstag gab es positive Signale für eine Wiederaufnahme des Sports. Die Politik setzt dabei den Kurs der Umsicht und Vorsicht fort und sieht im Handlungskonzept einzelne aufeinander abgestimmte Schritte vor.

Für den Sport in Bayern bedeutet dies, dass die Regelungen in der „Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ ab dem kommenden Montag, 11. Mai für eine Woche bis 17. Mai Gültigkeit haben. Nach wie vor ist in Paragraph §9 der Verordnung der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen untersagt, allerdings mit der Ausnahme für den Trainingsbetrieb von Individualsportarten im Breiten- und Freizeitbereich unter folgenden Voraussetzungen:


Ausübung an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder in Reithallen
Einhaltung der Beschränkungen nach § 1 Abs. 1 (Abstandsregel von 1,5 Metern)
Ausübung allein oder in kleinen Gruppen von bis zu fünf Personen
kontaktfreie Durchführung
keine Nutzung von Umkleidekabinen
konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten
keine Nutzung der Nassbereiche, die Öffnung von gesonderten WC-Anlagen ist jedoch möglich
Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu Anlagen
keine Nutzung von Gesellschafts- und Gemeinschaftsräumen an den Sportstätten; Betreten der Gebäude zu dem ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen oder zurückzustellen, ist zulässig,
keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen durch die Aufnahme des Trainingsbetriebes und
keine Zuschauer


Außerdem sind unter anderem Vereinsheime, Badeanstalten, Saunas und Fitnessstudios weiterhin geschlossen (§11). Der Gastronomiebetrieb jeder Art ist untersagt (§13), dies gilt auch für Vereinsgaststätten. Ausgenommen sind die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken. Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Auflagen verstößt wird nach §21 mit einer Ordnungswidrigkeit belegt. Hier der Link zur Verordnung im Detail:

https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2020/240/baymbl-2020-240.pdf

Die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung ist ein wichtiger Startschuss für die Wiederaufnahme des Sports. Dies ist eine sehr gute Nachricht für unsere Sportgemeinschaft und ein wichtiger Beitrag für die gesundheitsfördernde Funktion des Sports in unserer Gesellschaft. Endlich können wir wieder unserer großen Leidenschaft nachgehen. Unsere Aufgabe, jetzt gemeinsam mit der Politik weitere Konzepte zu entwickeln, werden wir mit Hochdruck angehen. Wir appellieren an alle Sportlerinnen und Sportler, bei diesen ersten Lockerungen im Sinne des Gesundheitsschutzes ein Höchstmaß an Eigenverantwortung an den Tag zu legen.

BLSV Handlungsempfehlungen
Für unsere Vereine und Sportfachverbände haben wir Handlungsempfehlungen zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erstellt. Die Basis dafür sind die für Bayern geltende Vierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 05.05.2020 und die gemeinsam mit dem DOSB erarbeiteten Leitplanken für den Sport. Auf unserer Corona-Info Seite finden Sie dazu alle ständig aktualisierten Informationen:
https://bayernsport-blsv.de/coronavirus/

Informationen für die Fachsportarten
Die nationalen Spitzensportverbände haben in Anlehnung an die durch den DOSB formulierten Leitplanken spezifische Übergangsregeln für die von Ihnen organisierten Sportarten erarbeitet. Diese Übergangsregeln sind die Grundlagen für einen ersten Schritt zur Rückkehr in ein vielfältiges, vereinsbasiertes Sporttreiben in Deutschland. Hier der Link zu den DOSB Leitplanken und den detaillierten Ausführungen der Spitzensportverbände:
https://www.dosb.de/medien-service/coronavirus/sportartspezifische-uebergangsregeln/?%C3%9Cbergangsregeln=

Weiterer Informationen stellen auch die bayerischen Sportfachverbände auf Ihren Homepages zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich dort. Hier die Auflistung aller Sportfachverbände:

https://www.blsv.de/blsv/blsv/sportfachverbaende.html

Training von Bundes- und Landeskaderathleten
Der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen zu Trainingszwecken der Berufssportlerinnen und Berufssportler und von Sportlerinnen und Sportlern des olympischen und paralympischen Bundes- und Landeskaders ist zulässig, sofern bei der Durchführung der Trainingseinheiten sichergestellt ist, dass die vorgeschriebenen Voraussetzungen eingehalten werden. Dabei dürfen Trainingseinheiten ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von bis zu fünf Personen erfolgen.

Einstellung des BLSV-Meldeportals zum 10. Mai 2020
Unser Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am 16.03.2020 aufgrund der Corona-Pandemie für ganz Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Der Bayerische Landes-Sportverband hat in dieser Krisensituation schnell reagiert und eine digitale Meldeplattform bereitgestellt, um die zu erwartenden finanziellen Schäden entsprechend zu beziffern. Diese Informationen waren notwendig, um die Dimension der wirtschaftlichen Folgen für unsere 12.000 Mitgliedsvereine und -Sportfachverbände einordnen zu können. Wir haben viele wertvolle Hinweise aus ganz Bayern bekommen, rund 3000 Meldungen sind in dieser Zeit bei uns eingegangen.

Im Ergebnis wurde ein potenzieller Schaden von rund 200 Millionen Euro prognostiziert. Der BLSV konnte mit den Informationen aus der Auswertung des Meldeportals mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration fundierte Gespräche führen, um Wege zu Hilfsmaßnahmen aufzeigen zu können.

Der Ministerrat der Bayerischen Staatsregierung hat als Maßnahme beschlossen, die Vereinspauschale in diesem Jahr um zusätzliche 20 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro zu verdoppeln. Zudem besteht die Möglichkeit der Nutzung des Bundesprogramms der Corona Soforthilfe.
Das BLSV-Meldeportal hat somit als digitales Meldeorgan zu dieser positiven Entwicklung beitragen können und wird nun zum 10. Mai geschlossen. Wir bedanken uns bei allen Vereinen und Sportfachverbänden, die durch ihre Meldung dazu beigetragen haben, dass die Verhandlungen im ersten Schritt bereits so erfolgreich waren.

Aktuelle Fragen und Antworten (FAQs), hilfreiche Links und Maßnahmen zur Coronakrise bietet der BLSV auf seiner Website unter www.blsv.de/coronavirus, in seinen sozialen Medien sowie in regelmäßigen Mailings an Sportvereine und Sportfachverbände an. Darüber hinaus steht das BLSV Service-Center unter der Mail-Adresse service@blsv.de sowie zu den BLSV-Geschäftszeiten unter der Tel. +49 89 15702 400 für Rückfragen zur Verfügung.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Wiedereinstieg. Halten Sie bitte die geltenden Abstandsregeln und Vorschriften ein und bleiben Sie gesund!

Aussetzung der Saison bis 31.08.20: BFV-Vorstand: Fortführung beschlossen

29.04.2020

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat nach eingehender Diskussion und intensiver Beratung sowie vor dem Hintergrund des am vergangenen Wochenende unter den Vereinen abgefragten Meinungsbildes einstimmig beschlossen, die aktuell wegen der Covid-19-Pandemie unterbrochene Spielzeit 2019/20 im Freistaat bis zum 31. August 2020 auszusetzen und danachwieder aufzunehmen.
Von Sebastian Baumann / PM BFV
„Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten, wir wollen den fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz – nicht am grünen Tisch! Da aktuell aber niemand mit Gewissheit sagen kann, ob tatsächlich ab dem 1. September 2020 wieder gespielt werden kann, brauchen wir eine Lösung mit größtmöglicher Flexibilität. Für den BFV gibt es genau aus diesem Grund auch keine Alternative zum Vorschlag, die aktuelle Saison in jedem Fall zu Ende zu spielen, sobald das wieder möglich ist“, hatte BFV-Präsident Rainer Koch bereits im Vorfeld der Entscheidung angekündigt und für den Vorstands-Vorschlag geworben: „Die Zeit ist nicht einfach, weil wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt.“


Intensive Kommunikation mit den Vereinen

Der Entscheidung war eine intensive Kommunikation mit den Vereinen vorausgegangen. Insgesamt hatte der BFV in den vergangenen Wochen bis zum heutigen Tag in Summe fast 10.000 bayerische Klub-Verantwortliche in mehr als 80 Web-Konferenzen persönlich zu den Auswirkungen der Pandemie auf den bayerischen Spielbetrieb informiert und letztlich auch ein Meinungsbild eingeholt. Dort stimmten 68,13 Prozent und damit über zwei Drittel der Klubs, die an der Abfrage teilgenommen hatten, für den vom Vorstand vorgeschlagenen und jetzt auch so beschlossenen Weg. In absoluten Zahlen ausgedrückt hatten 2178 Vereine für „Ja“ gestimmt, 1019 (31,87 Prozent) sprachen sich dagegen aus. Jeder am Spielbetrieb in Bayern teilnehmende Klub hatte dabei eine Stimme. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 73,53 Prozent.


Vertreter aus Ehrenamt, Vereinen und Hauptamt bilden Arbeitsgruppen

Mit dem jetzt gefassten Beschluss hat der Vorstand einen Prozess angestoßen, der sicherstellen soll, dass unter Berücksichtigung rechtlicher und spieltechnischer Aspekte entsprechende Anpassungen in den BFV-Statuten vorgenommen und die drängenden Fragen der Klubverantwortlichen entsprechend gelöst werden können. Der Vorstand setzt insgesamt fünf sogenannte „Lösungs-Arbeitsgruppen“ (LAG) ein, die sich um die Themenfelder „Vereinswechsel“, „Spielbetrieb Erwachsene“, „Spielbetrieb Juniorinnen und Junioren“, „Meldungen und Fristen“ sowie „Einbettung in Regularien“ kümmern. Dabei werden die Arbeitsgruppen personell mit ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern besetzt, hinzu kommen Funktionsträger mit Spielbetriebs-Erfahrung aus den Bezirken und Kreisen sowie hauptamtliches Personal aus den zuständigen Fachabteilungen der BFV-Zentrale in München. Auch Vereinsvertreter, die den Querschnitt der Mitgliedsvereine unter dem Verbandsdach abbilden, sollen gemäß dem Vorstandsbeschluss in diesen AGs mitarbeiten. Die komplette personelle Besetzung wird der BFV in der kommenden Woche veröffentlichen.


Schnellstmöglich zu fundierten Ergebnissen

„Wir haben immer klar betont, dass auch unser Weg Probleme mit sich bringen wird, die uns vor eine große Herausforderung stellen. Das wissen wir und so handeln wir jetzt“, sagt Jürgen Igelspacher. Der hauptamtliche Geschäftsführer des größten der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zeichnet für die Umsetzung des Vorstandsbeschlusses verantwortlich und hatte diesen federführend vorbereitet. Ein Stimmrecht besitzt der Jurist nicht: „Es gibt viele Fragen zu klären, unser Ziel ist es, schnellstmöglich fundiert zu Ergebnissen zu gelangen. Wir wollen und werden Antworten liefern. Wir werden aber alles feinsäuberlich abarbeiten müssen und wir werden keine Was-Wäre-Wenn-Diskussionen in der Öffentlichkeit führen. Klar ist auch, dass Gründlichkeit vor Geschwindigkeit geht. Trotzdem wollen wir möglichst rasch liefern, denn die Fragen sind drängend. Jeder will wissen, woran er ist. Und wir wollen mit unseren Antworten auch möglichst viele von denen überzeugen, die jetzt mit „Nein“ gestimmt haben. Auch wenn wir wissen, dass am Ende nicht alle jubeln werden. Wir wollen Lösungen, die der größtmöglichen Mehrheit unserer Vereine in ganz Bayern gerecht wird. Deshalb werden alle Fragen mit der Maxime angegangen, unseren Vereinen höchstmöglichen Schutz zu bieten.“

Quelle: anpfiff.info

Live dabei beim Webinar: Wie geht es bei den Junioren weiter?

29.04.2020

Im Herren- und im Frauenbereich hat der BFV die Entscheidung getroffen, die Saison frühestens ab 1. September fortzusetzen. Doch wie sieht es bei den Junioren aus? In vier Webinaren stellen die Verantwortlichen des Verbands an diesem Wochenende ihre Pläne den Verantwortlichen vor. Los geht es am Freitagabend. Und anpfiff.info war live dabei!

19.57 Uhr: So das war es! Eine Stunde vollgepackt mit Informationen. Im Wesentlichen mit denen, die anpfiff.info schon gestern veröffentlicht hat! Allerdings ist eine Entscheidung noch nicht gefallen. Der Verband würde, das wurde klar, die Fortsetzung ab September präferieren. Die zu bildende Arbeitsgruppe, in der auch Vereinsvertreter sitzen werden, könnte sich aber natürlich auch für einen Abbruch und eine Regelung für diesen entscheiden. Warten wir ab! Auch, ob der Verband im Jugendbereich ein offenes Ohr für seine Vereine und deren Verantwortliche hat. Schade war es auf jeden Fall schon, dass keine Fragen und Anmerkungen möglich waren. Denn, wenn man die Diskussionen in den vergangenen Tagen verfolgt hat, dann entsteht für den Jugendbereich noch mehr als für den Herrenbereich der Eindruck, als würden viele Vereine den Abbruch bevorzugen und einen Aufsteiger, der, nach der Hinrunde - in vielen Ligen gab es nämlich noch gar keine Rückrundenspiele - ermittelt wird, akzeptieren. Ein Modell, das in jedem Fall mehrheitsfähig sein könnte, wenn man es zur Abstimmung stellen würde.

Es bleibt spannend und noch ein wenig ungewiss. Auch wenn Florian Weißmann klare Wegweiser des Verbandes, der zu seiner Fortsetzung tendiert, aufgestellt hat.

Interessant dürfte es auch werden, wie das Thema "Wechsel" behandelt wird, das auch und gerade im Nachwuchsbereich durchaus interessant ist. Schließlich passieren hier auch viele Wechsel im Sinne der Talentförderung.

Eines sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Es kann durchaus sein, dass Vereine nach der Pause Probleme haben, Mannschaften zu stellen, da ihnen durch die lange Pause Spieler weggebrochen sind, die einfach keine Lust mehr haben. Das könnte massiv zu Rückzügen oder Spielausfällen wegen Nichtantreten führen.

Eines wurde auch noch klar! Im Kleinfeldbereich dürfte es die wenigsten Probleme damit geben, einfach da weiterzumachen, wo man aufgehört hat.

19.54 Uhr: "Sind dabei uns wahnsinnig viele Gedanken zu machen!" Arbeitsgruppe mit Vertretern auch aus den Vereinen (Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene) wird gebildet. Sie soll ein Szenario entwickeln, wie die Saison fortgesetzt oder abgewickelt werden soll.

Ob es eine Abstimmung gibt, ist noch nicht klar! Wenn, dann aber nur mit zwei Szenarien! "Bei drei Szenarien bekommen wir keine klare Mehrheit!", sagt Florian Weißmann zum Abschluss seiner Ausführungen.

19.51 Uhr: Für einen Bereich gibt es schon klare Regelung: Die Juniorenfördergemeinschaften. Der Weg wird sehr einfach gestaltet, die Frist 15. Mai entfällt.

Nachdem es hier schon Ideen und Beschlüsse gibt, scheint die Fortsetzung der Runde die Option zu sein, für die sich der BFV offenbar entscheiden will.

19.44 Uhr: Jetzt geht es ums Thema Vereinswechsel! Mögliche Lösungsansätze wären:
a)Aussetzen der Wechselperiode im Juni/Juli, Verschieben ans Saisonende
b) keine Wartefrist im Sommer, wenn der abgebende Verein zustimmt
c) normale Wechselperiode im Sommer plus eine zweite am Ende der Saison.

Wie bei den Herren auch wurde die Sechs-Monats-Regelung ausgesetzt, sie verlängert sich um den Pandemie-Zeitraum. Bei Wiederaufkommen einer Covid-19-Pandemie-Pause greift die Regelung erneut.

19.42 Uhr: Wenig überraschend: Pokalwettbewerbe werden nachranging behandelt, sowohl der U19-Pokal als auch der U15-Baupokal als auch die Hallenmeisterschaften. Was stattfinden kann, wenn wieder gespielt werden darf, ist der Kaufland-Soccer-Cup der U11-Junioren.

19.41 Uhr: Mal kurz weg von allen Szenarien. Egal was kommt, was man auf jeden Fall braucht, ist eine klare Regelung für Auf- und Abstieg, falls eine Saison abgebrochen werden muss.

19.37 Uhr: Was wird mit dem Spielrecht im A-Juniorenbereich? 2001er bleiben U19-Spieler, dürfen aber wie bisher im Jugendbereich spielen. Bei Start ab September würden auch 70 Prozent der 2002er Spielrecht im Herrenbereich haben. Es besteht die Gefahr, dass die U19-Teams nach und nach immer mehr ausbluten. "Das ist einer unserer größten Baustellen, die wir lösen müssen", findet Florian Weißmann.

Muss eine wiederaufgenommene Saison im Jahr 2021 fortgesetzt werden, gibt es für den Jahrgang 2003 kein Spielrecht im Herrenbereich, weil sie noch B-Junioren sind.

19.33 Uhr: Was, wenn es einen Covid-19-Fall in der Mannschaft gibt? Dann werden die Spiele nachgeholt, wenn die Quarantäne vorüber ist.

Was wenn Sportstätten nicht für Spiele freigegeben werden? Möglich, dass die Mannschaft dann zunächst einmal nur Auswärtsspiele betreiben darf.

19.26 Uhr: Als Beispiel führt Florian Weißmann die U19-Landesligen an, hier könnten bis zu 17 Vereine je Klasse anstehen, wenn es nur einen Aufsteiger, aber keine Absteiger bei einem Abbruch geben sollte. Die einzige Ebene, die keine Auswirkungen spüren würde, ist die Gruppe. "An dieser Stelle ist die Lage diffizil und auf Kreisebene sähe es wohl ähnlich aus!", findet der Verbandsjugendleiter.

Ähnlich wie bei den Herren geht es vor allem darum darzustellen, welche Probleme es bei einem Abbruch geben könnte, unter welchen Voraussetzungen auch immer. Aber warum eine U19-Landesliga als Beispiel gelten soll? Gute Frage!

Und natürlich kommen auch Umfragen, die zeigen, dass es zwar eine Mehrheit für einen Abbruch gibt, aber dann keine absolute Mehrheit für eines der Szenarien! "Man sieht in was für einem Konflikt wir hier alle stecken!", argumentiert Florian Weißmann.

Szenario 4: Ein Auf-, ein Absteiger

Ligenstärke könnte stabil bleiben, aber auch hier natürlich die Frage wie man die Auf- und Absteiger bestimmt. Zudem bräuchte man - wie bei Szenario 2/3 - wohl eine Vorab-Regelung, was würde passieren, wenn die Saison 2020/2021 auch nicht zu Ende gespielt werden kann.

Szenario 3: Ein Aufsteiger, kein Absteiger

Ligenstärke wächst um eine bis zwei Mannschaften, heißt bis zu vier Spieltage mehr. Auch hier stellt sich die Frage nach den Terminen, wenn es nicht ab 1. September weitergeht. Ansonsten die üblichen Probleme: Welche Tabelle wird herangezogen, wie bestimmt man die Aufsteiger.

Szenario 2: Abbruch

Das große Fragezeichen ist der Termin des tatsächlichen Starts. Geht bis März nichts, dann müssten 22 Spieltage bis Juni durchgezogen werden.

Szenario 1: Saisonverlängerung

aufstiegsberechtigt: Fortsetzung 12./13. September, Übergangssaison im Frühjahr, BFV würde, wenn im August möglich, Spontanspielrunden organsieren, Turnier wohl nicht möglich, bei Rückkehr der Pandemie Zeit, die Runde im Frühjahr fertigzuspielen.

Sollte die Saison 2019/2020 im Herbst beendet werden können, könnte man im Frühjahr 2021 eine Saison 2020/2021 spielen, dann könnte mit geteilten Gruppen (zwei Sechser-Gruppen in einer Zwölfer-Liga) gespielt werden. Es könnte einen oder zwei Absteiger geben.

"Das wäre charmant für unsere Jungs, die hätten die Chance noch eine richtige Runde zu spielen", findet Florian Weißmann.

Spieljahr 2020/2021 würde terminlich am 1. Dezember beginnen, zu diesem Termin rücken die Spieler in die nächste Altersklasse auf.

Nicht aufstiegsberechtigt: Start eines neuen Spieljahrs wäre ebenfalls möglich.

19.05 Uhr: Florian Weißmann stellt vier mögliche Szenarien vor! Verlängerung, Abbruch, Abbruch mit einem Aufsteiger und ohne Absteiger, Abbruch mit je einem Auf- und Absteiger. Vor- und Nachteile werden aufgelistet. "Da sind einige Fragezeichen dahinter", macht Florian Weißmann klar.

19.04 Uhr: Florian Münch macht zunächst einmal klar, dass alle Entscheidungen davon abhängig sind, ab wann Kontaktverbote, Maskenpflicht und die Sperrung von Sportplätzen wieder aufgehoben werden.

Klar auch, vor 1. September gehts nichts!

19.02 Uhr: Interessante Tagesordnung, sowohl Vereinswechsel als auch die Altersklassen-Regelung stehen auf der Agenda und natürlich der weitere Spielbetrieb!

19.00 Uhr: Pünktlich geht es los. Verbandsjugendleiter Florian Weißmann und Florian Münch begrüßen die Teilnehmer. 1000 sind angemeldet. Es gibt Infos, aber Fragen sind keine möglich.

18.45 Uhr: In gut 15 Minuten geht es los! Die Verantwortlichen des Verbands stellen ihre Planungen für den Jugendbereich vor. Fest steht bisher offiziell nur eines: Vor dem 1. September wird es auch beim Nachwuchs keinen Fußball geben.

Das Interesse der Vereinsvertreter an den Plänen für die Teams von der U7 bis zur U19 scheint riesengroß zu sein. Schon am Mittwochabend war das erste Webinar, das jetzt stattfindet, ausgebucht. Der Verband hatte im Vorfeld die Teilnehmerzahl auf höchstens 1000 festgelegt. Wer es nicht in die "Veranstaltung" am Freitagabend geschafft hat, hat am Samstag, Sonntag und Montag weitere Möglichkeiten sich informieren zu lassen.

Bei den Bayern- und Landesligisten aus den Altersstufen U15, U17 und U19 hat der Verband bereits am Donnerstag ein Meinungsbild eingeholt. Dabei soll - nach Informationen von anpfiff.info - eine Mehrheit für den Abbruch der Saison im Juniorenbereich plädiert haben. Über Auf- und Abstiegsszenarien für diesen Fall wurde aber noch nicht gesprochen. Im Gegensatz zum Vorgehen bei den Herren soll es bei den Junioren keine Abstimmung geben, die Entscheidung fällt stattdessen, in einer am Mittwoch vom Verband für diesen Bereich eingesetzten Arbeitsgruppe. In gut 14 Tagen soll - dem Vernehmen nach - ein konkreter Vorschlag auf dem Tisch liegen.

Im Vorfeld der Webinare hatte anpfiff.info über mögliche Planspiele berichtet. Darin war von einer Fortsetzung der Runde im September die Rede. Die Jahrgangsstufen sollten gleich bleiben, Wechsel nur in Ausnahmefällen vom Verbandsjugendleiter genehmigt werden. In der Diskussion in den Kommentaren wurde schnell klar, dass viele Vereinsvertreter dabei erhebliche Probleme erwarten. Der FC 05 Schweinfurt, in der U15, U17 und U19 jeweils in der Bayernliga vertreten, äußerte seine Bedenken in einer Pressemitteilung auf seiner Homepage deutlich und machte dabei unter anderem geltend, dass er die sportliche Gerechtigkeit nicht gewahrt sieht, weil - unter anderem - aus der U14 vier Akteure in Nachwuchsleistungszentren von Profiklubs wechseln und dabei ab Juli auch dort leben und zur Schule gehen werden.

Quelle anpfiff.info

Jürgen Igelspacher im Interview: Die wichtigsten Fragen zum Vorstandsbeschluss

29.04.2020

Im Interview beantwortet Jürgen Igelspacher, hauptamtlicher Geschäftsführer des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), die wichtigsten Fragen zum einstimmig gefassten Beschluss des Vorstandes, die Spielzeit 2019/20 ab dem 1. September wieder fortzusetzen und sportlich zu Ende zu bringen.
Von Sebastian Baumann / PM BFV
Der 51 Jahre alte Jurist zeichnet federführend dafür verantwortlich, dass der Beschluss inhaltlich rechtssicher umgesetzt und in den BFV-Statuten verankert wird. Igelspacher hatte die Sitzung des Vorstandes vorbereitet, ein Stimmrecht besitzt der gebürtige Schwabe nicht.

Der Vorstand hat lange beraten, am Ende dann einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst, die aktuell unterbrochene Saison bis zum 31. August 2020 auszusetzen und – wenn durch staatliche Vorgaben möglich – ab dem 1. September 2020 fortzusetzen. Wie haben Sie als Geschäftsführer den Sitzungsverlauf wahrgenommen?
Jürgen Igelspacher: Es war eine sehr intensive und ausdauernde Beratung, schließlich hat die Entscheidung weitreichende Konsequenzen. Wir alle wissen, dass die Zeiten gerade sehr bewegt sind. Wir alle hätten uns vor ein paar Monaten nicht vorstellen können, dass der Vorstand jemals vor solch einer Entscheidung stehen wird. Allen ist natürlich bewusst, dass es nicht die eine Lösung gibt, die alle glücklich macht und alle Fragen vom Tisch wischt. Wir sind aber alle der festen Überzeugung, dass der vorgeschlagene Weg unter allen der bestmögliche ist. Die Entscheidung wurde jetzt ja nicht aus dem Bauch heraus getroffen, sondern es wurde sehr sorgfältig abgewogen – und wir haben seit Wochen die Vereine fortlaufend informiert, was wir tun und warum wir das machen.

Und der BFV hat ein Meinungsbild eingeholt ...
Jürgen Igelspacher: ... Ja, auch das war uns wichtig. Wir haben vom ersten Tag an klar gesagt, dass wir das nicht im Vorstand hinter verschlossenen Türen entscheiden, sondern offen kommunizieren und auch die Vereine aktiv in diesen Prozess miteinbeziehen. Das haben wir in letzter Konsequenz auch jetzt mit der Meinungsbild-Abfrage getan. Dass die Wahlbeteiligung bei fast 75 Prozent lag, finde ich toll. Das zeigt, dass sich die Klubs sehr tiefgehend mit dieser elementaren Entscheidung befassen und dass sie das Thema intensiv beschäftigt. Dass über zwei Drittel der Vereine unseren Weg für den richtigen erachten, werten wir als klaren Auftrag. Der Vorstand ist gewählt, um Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen – auch in schwierigen Situationen wie der aktuellen. Davor drückt sich auch niemand, sondern es wurde klar gesagt, was für den Vorstand infrage kommt und was nicht. Wir haben unser Handeln aber während des kompletten Prozesses auf den Prüfstand gestellt und uns letztlich auch das Meinungsbild eingeholt. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand jetzt entschieden. Er stellt sich seiner Verantwortung und trifft damit auch eine Prognoseentscheidung. Die Vereine haben nun die geforderte Planungssicherheit. Der Spielbetrieb ruht bis mindestens 31. August.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Ergebnisse des Meinungsbildes jetzt sehr unterschiedlich, mitunter sehr kontrovers und emotional, diskutiert werden?
Jürgen Igelspacher: Ja, die habe ich. Das war uns allen auch im Vorfeld klar, weil in dieser Diskussion jetzt nicht diejenigen ihre Stimme erheben, die Verantwortung in einem Verein tragen. Sondern vornehmlich auch Fans, Spieler und Trainer. Genau das ist der große Unterschied, da klaffen die Blickwinkel nämlich weit auseinander – ein Entscheider im Klub muss das große Ganze bedenken, er muss seinen Verein im Auge haben und sehr viele Faktoren abwägen. Der Spieler sieht vor allem erst einmal seine Situation, vielleicht seinen Vertrag und dass er zweimal in der Woche trainiert und einmal spielt. Das ist auch das Recht eines jeden. Für einen Entscheider, einen Verantwortungsträger, gehört aber viel mehr dazu. In all der Diskussion kommen mir persönlich die Meinungen der besonnenen Vereinsvertreter zu kurz. Ich habe wenig Verständnis für diejenigen, die unter dem Mantel der Anonymität in irgendwelchen Foren oder in den sozialen Netzwerken jetzt als Besserwisser auftreten und dabei auch noch beleidigend werden. Sie beleidigen damit nämlich auch alle eigenen Vereinsvertreter, die in einer sehr schweren Lage Verantwortung übernommen haben. Gegen etwas sein, ist eben sehr leicht. Sich konstruktiv für eine Lösung einsetzen, schon etwas schwieriger. Aber das ist kein Problem des Fußballs oder des Sports, das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die mir persönlich missfällt. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass wir keine andere Meinung gelten lassen. Im Gegenteil: Wir sollten uns nur argumentativ miteinander auseinandersetzen, nicht mit Beleidigungen hantieren. Und ich respektiere jede andere Meinung, weil es sicherlich auch dafür Gründe gibt.

Warum stand beim Einholen des Meinungsbildes nur eine Frage zur Auswahl? Das werfen Ihnen Kritiker ja gerade vor.
Jürgen Igelspacher: Auch das haben wir ganz deutlich gesagt und mehrfach wiederholt. Weil wir hier vor einer Grundsatzfrage stehen: Nach einer Unterbrechung weiterspielen oder ganz abbrechen? Wer mit Nein gestimmt hat, auch das haben wir wiederholt klar und deutlich vor Augen geführt, war für einen Abbruch oder eine Annullierung. Und dieser Weg hätte alleine schon aus Haftungsgründen einen Außerordentlichen Verbandstag zur Folge gehabt. Der Vorstand war immer gewillt, Verantwortung zu tragen und eine Entscheidung zu treffen. Diesen Weg haben wir aufgezeigt. Für diesen Weg wollten wir die Meinung der Vereine kennen. Alleine für den Fall eines Saisonabbruchs gibt es nochmals ganz unterschiedliche Wege. Abbrechen und den aktuellen Tabellenstand werten? Gar keine Wertung? Nochmal bei null beginnen? Nur Aufsteiger, keine Absteiger? Beides: also Auf- und Absteiger? Und, und, und… Ich bin mir sicher, dass unter dem knappen Drittel, das jetzt „Nein“ gesagt hat, nochmals ganz viele unterschiedliche Meinungen vorherrschen, wie mit einem Abbruch hätte umgegangen werden sollen.

Warum hat der BFV nicht veröffentlicht, welcher Verein wie abgestimmt hat?
Jürgen Igelspacher: Auch wenn es sich „nur“ um ein Meinungsbild handelt, sprechen wir von einer Abstimmung, bei der die Vereinsverantwortlichen davon ausgehen dürfen, dass ihr Abstimmungsverhalten nicht veröffentlicht wird. Ich persönlich hätte kein Problem damit, das Abstimmungsverhalten öffentlich zu machen. Aber vielleicht machen sich die, die das jetzt anzweifeln, einfach die Mühe und fragen ihre Entscheidungsträger in den Vereinen, ehe sie öffentlich irgendetwas behaupten, was nicht der Wahrheit entspricht. Jeder Verein ist übrigens frei darin, zu sagen, wie er für sich entschieden hat – auch öffentlich.

Jetzt hat der Vorstand seine Grundsatzentscheidung getroffen, damit sind aber noch längst nicht alle Fragen beantwortet und Problemstellungen gelöst, oder?
Jürgen Igelspacher: Nein, das sind sie nicht. Wir haben immer klar betont, dass auch unser Weg Probleme mit sich bringen wird, die uns vor eine große Herausforderung stellen. Das wissen wir und so handeln wir jetzt. Wir setzen insgesamt fünf Lösungs-Arbeitsgruppen (LAG) ein, die sich um die Themenfelder „Vereinswechsel“, „Spielbetrieb Erwachsene“, „Spielbetrieb Juniorinnen und Junioren“, „Meldungen und Fristen“ sowie „Einbettung in Regularien“ kümmern. Dabei sollen in den einzelnen AGs ganz bewusst auch Vereinsvertreter mitwirken, die BFV-Ehrenamtlichen aus den Kreisen und Bezirken werden ebenfalls mit dabei sein. Es gibt viele Fragen zu klären, unser Ziel ist es, schnellstmöglich fundiert zu Ergebnissen zu gelangen. Wir wollen und werden Antworten liefern. Wir werden aber alles feinsäuberlich abarbeiten müssen und wir werden keine Was-Wäre-Wenn-Diskussionen in der Öffentlichkeit führen. Klar ist auch, dass Gründlichkeit vor Geschwindigkeit geht. Trotzdem wollen wir möglichst rasch liefern, denn die Fragen sind drängend. Jeder will wissen, woran er ist. Und wir wollen mit unseren Antworten auch möglichst viele von denen überzeugen, die jetzt mit „Nein“ gestimmt haben. Auch wenn wir wissen, dass am Ende nicht alle jubeln werden. Wir wollen Lösungen, die der größtmöglichen Mehrheit unserer Vereine in ganz Bayern gerecht wird. Auch das ist übrigens das Ergebnis von Demokratie.

Warum differenzieren Sie zwischen Jugend- und Aktiven-Bereich?
Jürgen Igelspacher: Weil es diese Unterscheidung dringend braucht, das liegt auf der Hand: Es macht einen großen Unterschied, Lösungen für Kleinfeld-Teams im Nachwuchs zu finden, bei denen aktuell gar keine Tabelle geführt wird, als bei Frauen oder Männern, bei denen Vertragsrecht oder eine mögliche weitere Wechselperiode, die es aufzuarbeiten gilt, im Vordergrund steht. Altersklassenübergänge im Nachwuchs spielen eine entscheidende Rolle, der Übergang von den A-Junioren in den Herrenbereich, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Es kann also – wie frühzeitig angekündigt – zu unterschiedlichen Lösungen kommen. Fakt ist, dass es bei uns in Bayern vor dem 31. August 2020 keinen Wettbewerbs-Betrieb geben wird – nicht bei Buben und Mädchen, nicht bei Frauen und Männern.

Die anderen Landesverbände haben noch nicht entschieden, ist der BFV einfach vorgeprescht?
Jürgen Igelspacher: Es war der klare Wunsch der allermeisten Vereine, Klarheit zu erhalten und Hängepartien zu vermeiden – eben nicht mehr im Zwei-Wochen-Rhythmus zu entscheiden. Klarheit darüber zu bekommen, wie es die nächsten Wochen weitergeht. Ich habe das nicht nur als Wunsch zur Kenntnis genommen, für uns war das eine Forderung, der wir als Verband nachkommen müssen. Wir haben sehr, sehr früh ganz viel Kraft in unsere Kommunikation investiert – insgesamt wurden Stand heute in Summe fast 10.000 bayerische Vereins-Verantwortliche in über 80 Web-Konferenzen persönlich zu den Auswirkungen der Pandemie auf den bayerischen Spielbetrieb informiert. Das hat nichts mit Vorpreschen zu tun, sondern damit, wissen zu wollen, was draußen im Land los ist, welche Problemstellungen sich vor Ort ergeben. So haben wir viele Themenfelder identifizieren können, das hilft uns jetzt enorm weiter. Es gibt Landesverbände, die steigen jetzt in diese Kommunikation ein und streben eine ähnliche Lösung wie wir an.

Quelle anpfiff.info

Webinar des BFV

12.04.2020

Vereinsjugendleiter Andreas Kehl hat in der letzten Woche an einem Webinar des BFV zum Stand der derzeitigen Dinge teilgenommen. Hier eine Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte, die vor allem für unsere Jugend- und Schülertrainer interessant sind. Momentan bleiben alle Spielpläne noch bestehen. Sollte der Spielbetrieb heuer nochmals aufgenommen werden, dann werden alle Vereine rechtzeitig informiert. Es wird mindestens einen Vorlauf von 14 Tagen geben. Die Ferien sollen in jedem Falle ausgespart bleiben. Im schlimmsten Fall wird der Spielbetrieb wieder im Frühjahr 2021 aufgenommen und die Serie 2019/20 dann zu Ende gespielt. Saisonende wäre dann der 30.6.2021. Die Saison 2020/21 würde dann einfach ausfallen. Die derzeitigen Jahrgänge würden bestehen bleiben.

Auf der Seite www.bfv.de/corona kann man sich permanent auf dem Laufenden halten und findet auch die eine oder andere gute Information. Generell kann man sich auf BFV-Seite den einen oder anderen Impuls holen. Die Wechsel- und Wartefristen verschieben sich (im Falle von Vereinswechseln) Darüberhinaus ging das Webinar aber auch auf viele Probleme ein, die die derzeitige Situation für alle bringt und zeigte auch den einen oder anderen mehr oder weniger kreativen Lösungsvorschlag auf. Es droht im Moment der Verlust von Kindern, Eltern, Helfern, Betreuern, Trainer usw. .... frei nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ und je länger die Situation andauert, umso wahrscheinlicher wird dieser Verlust auf der einen oder anderen Ebene eintreten. Deshalb gilt es, das Vereinsleben in irgendeiner Weise aufrecht zu erhalten und die wenigen vorhandenen Mittel und Wege zu nutzen. Hier ist derzeit Kreativität gefragt.

Beispiele:
Nutzt eure WhattsApp-, Email-, Facebook- und andere Gruppen und haltet Kontakt zu euren jeweiligen Spielern und Eltern in dieser Zeit in irgendeiner Weise aufrecht. Für die Trainer und Betreuer: Nutzt diese Wege und stellt euren Kids (kreative, witzige, verrückte ...) Trainingsaufgaben. Rückmeldung könnten dann wieder über diese Wege passieren. Die Kids und Eltern könnten sich dabei filmen und in die Gruppe stellen. Ein Beispiel wäre, versucht den Ball möglichst lange alleine/zu zweit mit dem Papa hoch zu halten, zählt die Kontakte, filmt euch dabei und stellt das Ergebnis allen zur Verfügung. Daneben können auch ganz unsportliche Aufgaben gestellt werden, die im Vereinstrikot ausgeführt werden, z.B. Straße kehren, Spülmaschine ausräumen usw. Der Kreativität sollen hier keine Grenzen gesetzt werden.

Auf der BFV-Seite gibt es die Seite „Telegym“ mit interessanten Übungen für zuhause. Die Kids könnten damit also selbst fit halten. Viele Beispiele zeigen, dass solche Angebot gerne angenommen werden. Ebenfalls auf der BFV-Seite kann man sich für verschiedene Webinare anmelden, z.B. „Fit für Kids“ oder „Fußball aus Müll basteln“. Es gibt mittlerweile eine eSoccer-Liga, ist aber wahrscheinlich etwas für die Jahrgänge ab der C- oder B-Jugend. Die SG Roßdorf a.Forst hat es vorgemacht und tritt hier in der Bayernliga Nord an. Man könnte auch einmal eine Kids-Konferenz einberufen, zu der sich alle gleichzeitig anmelden, um sich auszutauschen oder miteinander in Kontakt zu bleiben. (jitsi.org oder zoom.us wurden hier als Plattform empfohlen, weil diese kostenfrei sind). Auch eine interessante Anregung in dieser Zeit und vielleicht fühlt sich der eine oder andere dadurch auch angesprochen sind die Schiedsrichter-Neulingskurse, die auch online angeboten werden. Unser Julian Stein hat es vorgemacht. Wie erwähnt, die eine oder andere Anregung ist sicherlich dabei.

Trainer Janos Wunder verlässt den FCS

12.04.2020

Nach Ablauf der jetzigen Serie wird Interimstrainer Janos Wunder sein Amt beim FCS niederlegen. Dies hat er nach einem Gespräch mit anschließender Bedenkzeit Sportvorstand Michael Dörr mitgeteilt. Er wechselt wieder als Coach zurück zum SV Reundorf. Janos Wunder ist ja bekanntermaßen nach der Entlassung von Spielertrainer Markus Schnitzer „in die Bresche gesprungen“.

DFB ändert Spielordnung: Saison kann über den 30.06. verlängert werden

12.04.2020

Das vom DFB-Vorstand beschlossene Maßnahmenpaket beinhaltet neben einem vorübergehend veränderten Vorgehen bei Insolvenzfällen unter anderem die Möglichkeit, zeitliche Veränderungen für das Ende der Spielzeit 2019/2020 und den Beginn der Saison 2020/2021 vorzunehmen. In diesem Zuge können die zuständigen Verbände weitere Regularien passend angleichen, wie Wechselfristen oder Spielberechtigungen.

Die beschlossenen Änderungen sind bis zum 30. Juni 2021 gültig. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen wieder die vorherigen Bestimmungen in Kraft treten. Es handelt sich um einen der weitreichendsten Eingriffe in die Spielordnung und Jugendordnung in der Geschichte des DFB.

Frymuth: "Größtmögliche Flexibilität in der Krisensituation"

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: "Wir haben mit diesem Beschluss einen großen und sehr wichtigen Schritt gemacht. Mein Dank gilt allen Beteiligten für die schnelle und gleichzeitig sorgfältige Umsetzung. Die Erarbeitung folgte zwei übergeordneten Zielsetzungen: Zum einen ging es um größtmögliche Flexibilität in der aktuellen Krisensituation, zum anderen um Erleichterungen für die Vereine. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen, um die nächsten Herausforderungen in dieser besonderen Zeit anzugehen."

Dr. Rainer Koch, als 1. DFB-Vizepräsident Amateure auch zuständig für Recht und Satzungsfragen, sagt: "Die Covid-19-Pandemie hat den Spielbetrieb auf weiterhin unbestimmte Zeit stillgelegt. Das Maßnahmenpaket gibt vor allem den für den Amateurspielbetrieb zuständigen 21 Landes- und fünf Regionalverbänden nun statuarisch die Möglichkeit, so flexibel wie möglich auf diese Ausnahmesituation und neue Entwicklungen zu reagieren."

Koch: "Saison kann über 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden"

Der Grundsatz, dass ein Spieljahr zum 1. Juli eines Jahres beginnt und zum 30. Juni des folgenden Jahres endet, ist für die nächsten 15 Monate aufgehoben. Koch: "Das bedeutet, die laufende Saison kann, sofern nötig und kein Abbruch gewollt ist, in allen Spielklassen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden und das Spieljahr 2020/2021 zu einem späteren Zeitpunkt beginnen oder notfalls sogar ganz oder teilweise entfallen."

Dies hat gleichzeitig Auswirkungen auf Spielberechtigungen, Wechselperioden, das Aufrücken in höhere Altersklassen im Jugendbereich sowie auf Verträge von Vertragsspielerinnen und Vertragsspielern oder Abmeldefristen für Amateurspielerinnen und Amateurspieler. All diese Bereiche können ebenfalls angepasst werden, sollten sich Ende und Anfang der Spieljahre 2019/2020 und 2020/2021 verschieben.

Auch die Regelung, wonach ein Amateur den Verein ohne Zustimmung des abgebenden Klubs sofort wechseln kann, sobald er mindestens ein halbes Jahr kein Spiel bestritten hat, ist modifiziert worden. Zum Schutz der Klubs können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun festlegen, dass Zeiträume, in denen aufgrund der Corona-Krise kein Spielbetrieb durchgeführt werden konnte, bei der Berechnung der Sechs-Monats-Frist nicht berücksichtigt werden.

Bestimmungen bei Insolvenzfällen gelockert

Ein weiterer Kernpunkt des Maßnahmenpakets betrifft die Handhabung von Insolvenzfällen. Bislang galt: Wenn ein Verein der 3. Liga, der Regionalliga der Männer, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga oder 2. Frauen-Bundesliga einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellte, bekam er neun Punkte in den Männer-Spielklassen beziehungsweise sechs Punkte in den Frauen-Spielklassen in der betreffenden Saison abgezogen. Diese Bestimmung ist für die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 gelockert worden. Bei Stellung eines Insolvenzantrags während der laufenden Saison wird kein Punktabzug in den genannten Wettbewerben verhängt. Tritt der Fall in der Saison 2020/2021 ein, werden in den Spielklassen der Männer dem jeweiligen Klub drei Punkte abgezogen, in den Frauen-Spielklassen wären es zwei Zähler.

Für Spielklassen unterhalb der Regionalliga der Männer und 2. Frauen-Bundesliga besagen die Statuten, dass bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Ablehnung der Eröffnung des Verfahrens mangels Masse die klassenhöchste Mannschaft des Vereins automatisch ans Ende der Tabelle gesetzt wird und als Absteiger feststeht. Von dieser Regelung können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun abweichende Regelungen für ihre Spielklassen treffen - mit maximaler Gültigkeit bis 30. Juni 2021.

Quelle: www.anpfiff.info

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Sonntag, 20. Dezember 2020

Michl Müller- Weihnachten mit Michl Müller- die Show

Weihnachten mit Michl Müller- da bleibt kein Auge trocken. Zwischen Christbaum, Glühwein und Kokosmakronen feiert er mit seinem Publikum eine weihnachtlich-komische Jahresendabrechnung mit Allem und Jeden, gewürzt mit seinen herrlich-schrägen „Weihnachtsliedern“. Alles was sich nicht bei drei hinterm Christstollen versteckt hat, kriegt da noch schnell eine mit der satirischen Rute übergebraten. Und der Rest amüsiert sich köstlich und wird am Ende gut gelaunt „O Du Fröhliche“ singen.


Aktuelle Information über Michl Müller finden Sie hier:

Homepage: https://www.michl-mueller.de/
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